Die günstigsten Krankenkassen Deutschlands

Deutschlands günstigste Krankenkassen

Mehr als zwei Drittel der Krankenkassen haben für 2016 den Zusatzbeitrag erhöht. Auf viele Kassenmitglieder kommen damit höhere Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu. Ein Grund für uns, das Thema Zusatzbeiträge noch einmal in einem speziellen Ratgeberbeitrag genauer unter die Lupe zu nehmen.


Zusatzbeiträge steigen kontinuierlich an

Seit dem 1. Januar 2015 liegt der Beitragssatz zu GKV bei 14,6 Prozent. Dieser wird jeweils zur Hälfte vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Die Krankenkassen können jedoch – je nach Finanzlage – einen Zusatzbeitrag festlegen, den nur das Krankenkassenmitglied leisten muss. 2015 lag dieser Zusatzbeitrag bei durchschnittlich 0,9 Prozent. Dieser durchschnittliche Zusatzbetrag erhöht sich 2016 auf 1,10 Prozent. Doch innerhalb der einzelnen Kassen gibt es gewaltige Unterschiede. Wir haben die einzelnen Zusatzbeiträge, an Hand der Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbandes (Stand 11.01.16), näher untersucht.

Preiswerte Krankenkassen in den einzelnen Bundesländern

Es gibt tatsächlich noch eine Krankenkasse in Deutschland, die keinen Zusatzbeitrag erhebt. Die Metzinger BKK erhebt nur den allgemeinen Beitragssatz zur GKV von 14,6 %. Bei der relativ kleinen Metzinger BKK können sich allerdings nur diejenigen versichern, die in Baden-Württemberg leben oder arbeiten. Und da wären wir auch schon bei einem wichtigen Punkt, wenn man die einzelnen Zusatzbeiträge untersucht. Viele günstige Anbieter sind regionale Anbieter, d.h. nur für Mitglieder aus einzelnen Bundesländern geöffnet. Dazu eine kleine Übersicht zu den günstigsten regionalen Anbietern mit den dazu gehörigen Zusatzbeiträgen:

  • AOK PLUS – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen 0,30 %
  • AOK Sachsen-Anhalt 0,30 %
  • BKK MEM (Thüringen) 0,30 %
  • BKK Pfaff (Rheinland-Pfalz) 0,40 %
  • BKK Scheufelen (Baden-W.) 0,40 %
  • BKK Schwarzwald-Baar-Heuberg (Baden-W.) 0,50 %- BKK Faber-Castell & Partner (Bayern) 0,50 %
  • BKK Akzo Nobel Bayern 0,60 %
  • IKK Brandenburg und Berlin 0,60 %
  • BKK EUREGIO (Hamburg, Nordrhein-Westfalen) 0,70 %
  • BKK Freudenberg (Baden-W., Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland) 0,70 %
  • BKK Technoform (Baden-W., Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz) 0,70 %
  • BKK ZF & Partner (Baden-W., Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-W., Rheinland-P., Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) 0,70 %
  • SKD BKK (Baden-W., Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-W., Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen) 0,70 %

Relativ glimpflich kommen auch viele Mitglieder von so genannten „Betriebskrankenkassen“ weg. So erhebt z. B. die BKK Würth für Ihre betriebsbezogenen Mitglieder nur einen Zusatzbeitrag von 0,40 %.

Bundesweite Krankenkassen mit niedrigen Zusatzbeiträgen

Doch es gibt auch bundesweit tätige Krankenkassen, die für alle Versicherten geöffnet sind, die nur einen geringen Zusatzbeitrag erheben. Hier eine Zusammenstellung der deutschlandweiten Krankenkassen, mit den geringsten Zusatzbeiträgen:

  • hkk 0,59 %
  • BKK firmus 0,60 %
  • IKK gesund plus 0,60 %
  • Audi BKK 0,70 %
  • Salus BKK 0,70 %

Krankenkassenwechsel – worauf Sie achten müssen

Erhöht die Krankenkasse ihren Beitrag, so gibt es ein Sonderkündigungsrecht und der Krankenversicherte kann z. B. zu einer günstigeren Krankenkasse wechseln. Die Kündigungsfrist ist der letzte Tag des Monats, in dem der neue Beitrag erstmals gilt. Doch an dieser Stelle sei noch angemerkt, dass natürlich ein günstiger Zusatzbeitrag nicht das einzige Kriterium ist, um die passende Krankenkasse auszusuchen. Weitere wichtige Kriterien sind z. B. die örtliche Erreichbarkeit, Bonusprogramme und individuelle Zusatzangebote.

Trotz der oftmals hohen Beiträge müssen Kassenpatienten für viele Gesundheitsleistungen - wie z. B. Zahnersatz - Zuzahlungen leisten. Daher sollten sich gesetzlich Krankenversicherte unbedingt mit privaten Krankenzusatzversicherungen, z. B. mit einer Zahn-Zusatzversicherung oder einer Zusatzversicherung für den stationären Bereich vor diesen hohen Zuzahlungen schützen.

Alle Angaben sind ohne Gewähr.

 

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