Alzheimer erkennen

Alzheimer: Antworten auf eine Krankheit

Alzheimer ist die häufigste Ursache für eine Demenz mit einem unaufhaltsamen Hirnverfall. Verantwortlich für die hirnorganische Krankheit sind die Proteine Amyloid und Tau, die sich im Hirn ablagern und dann zum Absterben von Nervenzellen führen. Es gibt bis heute keine Medikamente, die Alzheimer heilen könnten – es können lediglich die Symptome behandelt werden.


Vorbeugemaßnahmen gegen bekannte Risikofaktoren

Es gibt „modifizierbare Risikofaktoren“ die für viele Demenzerkrankungen verantwortlich sind. Mit anderen Worten, es gibt auch Möglichkeiten diesen bestimmten Risikofaktoren vorzubeugen und damit einer Erkrankung in gewisser Weise entgegenzuwirken. Neben körperlicher Aktivität zählen zu den Vorbeugemaßnahmen Übergewicht abzubauen und gegen Bluthochdruck vorzugehen. Allein durch schnelles Gehen oder tägliches Treppensteigen lässt sich schon etwas gegen geistigen Verfall tun. Außerdem kann Gedächtnistraining und das „füttern“ mit Informationen, die geistige Tätigkeit langfristig erhalten.

Wie kann man eine Alzheimer-Krankheit erkennen?

Von der Krankheit betroffen sind zumeist Menschen über dem 65. Lebensjahr. Am Anfang treten meistens Einschränkungen des Kurzzeitgedächtnisses auf. Die Betroffenen können oftmals langen Gesprächen nicht mehr folgen, sich keine Inhalte mehr merken und verlegen alltägliche Gegenstände. In der Folge werden die Betroffenen oftmals aggressiv oder trübsinnig. In diesem Stadium der Krankheit gibt es schon eine Vielzahl neuropsychologische Tests, mit denen der Arzt die Krankheit feststellen kann. Im fortgeschrittenen Stadium der Alzheimer-Erkrankung fällt es den Patienten schwer, alltäglich Dinge auszuführen – wie z. B. einen Supermarkt zu besuchen. Später nimmt auch die sprachliche Fähigkeit ab und die Körperhaltung verändert sich. Viele Alzheimpatienten werden im Laufe Ihrer Erkrankung zum Pflegefall. Die Krankheit selbst führt nicht zum Tod, aber es treten oftmals Schluckprobleme und Krampfanfälle auf und es kommt öfters zu Infektionen – z. B. im Lungenbereich, an denen die Patienten dann sterben können.

Klinische Verfahren weisen auf Alzheimer-Erkrankung hin

Es gibt zwei klinische Verfahren, die bereits in frühen Jahren Rückschlüsse auf zelluläre Veränderungen im Hirn erlauben. Zum einen ist es die Nervenwasser-Untersuchung und zum anderen die so genannte Positronen-Emissionstomografie (PET) – ein bildgebendes Verfahren das Amyloid-Ablagerungen im Gehirn sichtbar macht. Im Rahmen kontrollierter Studien wird gegen die Alzheimer-Krankheit auch geimpft, doch ein zugelassenes Medikament gibt es bisher noch nicht.

Leistungsanspruch für Demenzpatienten

Pflegeversicherte mit einer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz, wie z. B. Alzheimerpatienten, können nach dem Pflegestärkungsgesetz auch Leistungen der Tages- und Nachtpflege, der Kurzzeitpflege und den Zuschlag für Mitglieder ambulant betreuter Wohngruppen erhalten. Damit haben Demenzpatienten Zugang zu allen Leistungen im ambulanten Bereich, die auch Personen mit einer Pflegestufe zustehen. Trotz dieses Leistungsanspruchs aus der Pflegeversicherung bleibt, insbesondere im späteren Krankheitsverlauf mit einer höheren Pflegestufe, für die Patienten eine große Finanzierungslücke bestehen. Um sich vor hohen Kosten zu schützen sollte daher frühzeitig eine ergänzende, private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen werden.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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