Willis Towers Watson stellt in dem neuen „Quarterly Insurtech Briefing“ die DFV vor

Die Deutsche Familienversicherung wird im weltweit be- und anerkannten „Quarterly Insurtech Briefing“ von Willis Towers Watson und CB Insights in Ausgabe Q2 2018, September, im Bereich Leben und Gesundheit als Insurtech vorgestellt.


Über Quarterly Insurtech Briefing

Das Quarterly Insurtech Briefing von Willis Towers Watson, einem der weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Advisory, Broking und Solutions, und dem Research-Unternehmen CB Insights ist seit 2017 ein quartalsweise herausgegebener Bericht über die neusten Entwicklungen von Insurtech. Es soll die Unternehmen der Versicherungsbranche durch die sich, durch Insurtechs verändernde Branche geleiten und helfen, an den neuesten Entwicklungen und der zu erwartenden Disruption, also dem Umbruch der Digitalwirtschaft des Versicherungsumfelds, teilzunehmen.

Wie sich Insurtech auf die globale Lebens- und Gesundheitslandschaft auswirkt

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, wie sich die globalen Lebens- und Krankenversicherer von Unternehmen, die Produkte zum Schutz vor finanziellen Schäden anboten, zu einer Art Werkzeug werden, welches reich an Daten, kundenorientiert und schlussendlich sogar dabei hilft, befähigt durch die Digitalisierung, dass die Menschen ein längeres und gesünderes Leben führen können.

Der Bericht geht auf drei Bereiche genauer ein. Das erste Thema konzentriert sich auf Daten und wie Insurtech dabei hilft, die Datenprobleme der Versicherungsbranche zu lösen, die durch die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft in den letzten zehn Jahren angefallen sind bzw. weiter anfallen werden– z.B. durch die enorme Ausbreitung von Smartphones, verbundenen Geräten und Sensoren.

Auch wenn die bessere Verfügbarkeit von Daten positiv ist, so bringt die Datenmenge neue Herausforderungen für die Geschäftswelt, insbesondere, wie aus den Rohdaten verwertbare und nützliche Daten für die Geschäftsanalytik werden.

Das zweite Thema dreht sich darum, wie Insurtech eine kundenorientierte Produktentwicklung ermöglicht. Zwar hat die große Mehrheit der Bevölkerung mittlerweile die Notwendigkeit eines Versicherungsschutzes für Leben und Gesundheit erkannt, trotzdem finden viele den Abschlussprozess einer Versicherung aber entmutigend. Das optimale Produkt und den besten Schutz zu bestimmen sowie den besten Preis dafür herauszufinden, kann selbst für begeisterte Shopping-Freunde zu Erschöpfung führen. Insurtech hilft dabei, diese Prozesse zu vereinfachen, indem Vergleichsplattformen im Internet angeboten werden oder indem manche Anbieter Versicherungen für bestimmte Kundengruppen maßgeschneidert anbieten.

Das letzte Thema widmet sich dem Punkt, wie Insurtech die Versicherungswelt von Grund auf verändert- und zwar von einem Produkt, bei dem der Schutzaspekt im Vordergrund steht hin zu einem Produkt, bei dem die Risikominimierung und Vorsorge im Vordergrund steht.

Geräte und Datengenerierung

Der weit verbreitete Zugang zu tragbarer Technologie wie Smartwatches, Smartphones, Fitness-Trackern und zu anderen verbundenen Geräten ermöglicht es Lebens- und Krankenversicherern riesige Mengen an neuen Daten zu erheben und zu verarbeiten. Dies erlaubt den Versicherern eine neue Betrachtung hinsichtlich ihrer Risikobewertung und der daraus resultierenden Bepreisung des Versicherungsschutzes.

Allerdings birgt das Eigentum der Datensammlung auch Herausforderungen wie z.B. Kompatibilitätsprobleme bei der Sammlung von Daten von tragbaren Geräten, bei denen durch (Software-) Updates die Daten einer ständigen Veränderung unterliegen. Weiterhin muss der Versicherer die gesammelten Daten auch in nützliche Informationen umwandeln, die dann für eine bessere Risikobewertung, Kundendiversifizierung und Preisbewertung genutzt werden können.

Die Komplexität der Datensammlung, deren Einbindung und Analyse sowie die daraus erwünschte bessere Kundenbindung hat dazu geführt, dass es zahlreiche Insurtech Firmen gibt, die für diese Ansprüche gestaltete, schlüsselfertige Lösungen anbieten.

Kundenorientierte Produkte

Auch wenn man weiß, dass man eine Lebens- und Krankenversicherung benötigt, kann der Weg, das richtige Produkt und den passenden Versicherungsschutz zu finden, auch für motivierte Menschen eine zermürbende Aufgabe sein. Wenn dann einmal eine Versicherung gefunden und abgeschlossen wurde, denken viele Menschen, dass die Arbeit damit beendet ist und legen ihre Versicherungspolice zu den Akten und denken nicht mehr darüber nach. Viele sind sich nicht bewusst, dass sie ihre Policen regelmäßig überprüfen sollten, um bei großen Veränderungen im Leben wie z.B. Heirat, Kinder bekommen oder ein Umzug oder Jobwechsel auch den Versicherungsschutz daran anzupassen.

Der Fehler, den Versicherungsschutz nicht anzupassen oder zu erneuern kann dazu führen, dass im Schadensfall nur unzureichende oder gar keine Deckung vorhanden ist und dann eine Versorgungslücke entsteht, die davor gar nicht wahrgenommen wurde.

Insurtech hat hier das Ziel, durch die Gestaltung von kundenorientierten Produkten dem Verbraucher dabei zu helfen, sich besser bei der Auswahl der richtigen Versicherung zu orientieren.

Mit der Nutzung von verschiedenen Daten, maschinelles Lernen und künstlicher Intelligenz haben diese Firmen Anwendungen und Produkte entwickelt, die dem Kunden dabei helfen, ihren Versicherungsbedarf besser zu verstehen und im Falle einer Veränderung der Lebenssituation, den Versicherungsschutz einfach daran anzupassen.

Beispiele hierfür sind Vergleichsplattformen im Internet und die Vereinfachung von Versicherungsbedingungen bzw. auch die kundenfreundlicheren Abschlussstrecken auf den Onlineauftritten der Versicherer, papierlose Versicherungspolicen per Onlineportal oder App ebenso wie die Möglichkeit, die bestehende Versicherung einfach an neue Lebensweisen anzupassen (bspw. adaptive Unfall- oder Hausratversicherung).

Digitale Produktberatung

Typischerweise wird bei Versicherungen an ein reagierendes Produkt gedacht das, wenn ein Schaden entsteht und dieser gemeldet wird, diesen erstattet. Dies erfüllt zwar den Vertrag zwischen dem Versicherer und dem Versicherten, jedoch lässt dieses Basisversprechen zahlreiche vielversprechende Möglichkeiten der Veränderung der Beziehung von Versicherer und Versicherten hin zu einem anteilnehmenden, interaktiven und proaktiven Umgang aus.

Die Versicherer sind sich der Vorteile von Versicherten bewusst, die engagierter und proaktiver ihre Lebensweisen hin zum Positiven verändern. Jahrelang haben die Versicherer den Versicherten Zusatzleistungen wie z.B. Gesundheitstests, Fitnesskurse angeboten um diese dazu zu bewegen, selbst etwas zu ihrer Gesundheit beizutragen. Zwar haben diese Angebote für viele Versicherte zu positiven Ergebnissen geführt, jedoch hat dies auch eine hohe Bereitschaft der Versicherten zur Mitarbeit eingefordert.

InsurTech ist ein starkes Instrument, um die Beziehung zwischen Versicherer und Versicherten zu verändern. Durch die Nutzung von Daten, künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen können die Kunden nun einen 24/7 Zugang zu vielen unterstützenden Diensten, Chat-Bots und digitalen Gesundheitsassistenten bekommen. Diese Dienste können in starkem Maß auf den jeweiligen Kunden personalisiert und angepasst werden.

Wenn die Lebens- und Krankenversicherer eine aktivere Rolle bezüglich der gesundheitlichen Verfassung des Versicherten spielen möchten, anstatt nur die Schadensfälle zu kompensieren, sind die digitale Produktberatung und die digitalen Beratungs- und Unterstützungsdienste wichtige Instrumente hierfür.

DFV Deutsche Familienversicherung – Ein Insurtech aus Deutschland

In der Ausgabe Q2 von September des Quaterly Insurtech Briefing von Willis Towers Watson wurde die Deutsche Familienversicherung im Bereich Leben und Gesundheit als deutesches Insurtech porträtiert. Besondere Beachtung fanden dabei die flexible Interaktion mit dem Kunden per Amazon Echo oder Google Home und der situative Schutz der Unfallversicherung.

Die in Frankfurt am Main ansässige Deutsche Familienversicherung ist der erste digitalisierte Versicherer und das erste funktionierende Insurtech am deutschen Markt. Mit den einfach verständlichen, vernünftigen und ausgezeichneten Versicherungen der 16er Matrix wurden neue Maßstäbe in der Branche gesetzt. Die DFV wurde unter der Prämisse gegründet, dass Versicherungspolicen einfach und vernünftig sein sollen und das die Digitalisierung mit dem Produkt beginnt. Um dieses Ziel zu erreichen hat der Gründer, Dr. Stefan Knoll, eine innovative Bandbreite von Versicherungen entwickelt, die hoch flexibel und auf das individuelle Kundenbedürfnis abgestimmt sind.

Aus den über 100 Versicherungen wurden 16 Versicherungen: vier Produktfamilien mit jeweils vier Ausprägungen. Dieses digitale Produktkonzept erlaubt den Kunden, dass sie nur ihr Alter dem Makler, über das Telefon, über die DFV-App oder Website oder über Amazon Alexa eingeben müssen und direkt ihren individuellen Beitrag genannt bekommen.

Die Digitalisierung eines Unternehmens ist nur dann sinnvoll, wenn der Kund merkliche Vorteile davon hat. In der Versicherungsbranche hängt dies vor allem mit der Einfachheit und Schnelligkeit bei der Kostenerstattung zusammen. Reicht der Kunde bei der Deutschen Familienversicherung eine Rechnung ein, ermittelt künstliche Intelligenz um welche Dokumentenart es sich handelt und ordnet die Rechnung einer Leistung zu. Als nächstes wird geprüft, ob der Schaden bzw. die ärztliche Leistung über den abgeschlossenen Vertrag abgedeckt ist. Dies funktioniert dank künstlicher Intelligenz und digitaler Wertschöpfung schnell, unkompliziert und voll automatisch.

Als erste Versicherungsgesellschaft Deutschlands bietet die Deutsche Familienversicherung nicht nur die Beratung über einen eigenen Alexa Skill, sondern geht den Weg der digitalen Sprachassistenten konsequent weiter und ermöglicht ebenfalls als erster Versicherer die Versicherungsberatung über einen eigenen Action bei Google Home. Zusätzlich kann der Kunde sich auch über den DFV-ChatBot über alle Produktdetails informieren und vertragliche Details oder Änderungen an diesen erfragen bzw. durchführen. Dies erfüllt auf der einen Seite die Bedürfnisse von modernen Verbrauchern und spiegelt auf der anderen Seite den Grundsatz „einfach und vernünftig“ wieder.

Mit ihrem zehnjährigen Bestehen beweist die DFV, dass nicht nur neu gegründete Firmen Insurtech genannt werden können. Ihr modularer Aufbau erlaubt, dass jedes Produkt beständig an neue Kundenbedürfnisse angepasst werden kann. Die DFV hat momentan über 500.000 Kunden und die Ambition, weiter zu wachsen.

Den vollständigen Bericht können Sie auf der Webseite von Willis Towers Watson herunterladen.