Künstliche Intelligenz beschleunigt Bearbeitung (Bocquel News)

Im Zuge ihres Digitalisierungsprozess führt die Deutsche Familienversicherung (DFV) die künstliche Intelligenz bei der Leistungsprüfung ein.


Basierend auf der Implementierung des sogenannten ICD-10-Codes will der Frankfurter Versicherer seine digitale Produktpallette weiter auf Vordermann bringen.

Der Digitalisierungsprozess der DFV Deutschen Familienversicherung (www.deutsche-familienversicherung.de) wird mit der Einführung künstlicher Intelligenz (KI) bei der Leistungsprüfung konsequent weitergeführt. Hierzu konnte der Frankfurter Direktversicherer das Start-Up Minds-Medical (www.minds-medical.de) als Kooperationspartner gewinnen. Die Grundlage für die Einführung von künstlicher Intelligenz war die digitale Gestaltung des Produktdesigns bei der Einführung der 16er-Matrix. Hierbei war vor allem der Einbau der ICD-10-Codes bahnbrechend. „Die Digitalisierung in der Versiche-rungsbranche beginnt beim Produkt. Ein Versicherungsprodukt, das dies nicht leisten kann, macht alle weiterführenden Digitalisierungsprozesse obsolet“, sagt Dr. Stefan M. Knoll, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Familienversicherung.

ICD-10-Codes: Die Leistungsregulierung mit KI

ICD-10-Codes sind die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme. Dies ist das wichtigste, weltweit anerkannte Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen. Es wird von der Weltgesundheitsorganisation (www.euro.who.int/de) herausgegeben und auch als „Internationale Klassifikation der Krankheiten“ bezeichnet. Im Rahmen der Digitalisierung der Schaden- und Leistungs-regulierung hat die Deutsche Familienversicherung entdeckt, dass durch das Auslesen der ICD-10-Codes, die auf jeder Krankenhaus- und Arztrechnung sind, eine volldigitale, sogenannte „Dunkelverarbeitung“, möglich ist.

DFV-Chef Knoll erklärt dazu: „Die KI von Minds-Medical scannt die ICD-10-Codes auf den Krankenhaus- und Arztrechnungen und leitet danach den Kostenerstattungsprozess ein, nur noch in Sonderfällen schaltet sich ein Sachbearbeiter in den Prozess ein. Im weiteren Verlauf wird die KI Mitarbeiterentscheidungen mit einbeziehen, sodass wir perspektivisch nur noch mit künstlicher Intelligenz in der Schaden- und Leistungsregulierung arbeiten werden. Das ausgesprochene Ziel der volldigitalen Schaden- und Leistungsregulierung wird die Deutsche Familienversicherung somit bis zum Jahresende realisieren.“

Innovationsstandort Frankfurt: Digitalisierung aus der Mainmetropole

Minds-Medical ist ein Frankfurter Start-up, das durch den Einsatz künstlicher Intelligenz administrative Prozesse in der Gesundheitswirtschaft automatisiert. Lukas Naab, Geschäftsführer und Gründer der Minds-Medical UG: „Unser System lernt das Erkennen von Gesundheitsinformationen aus Dokumenten, wie zum Beispiel aus Arztbriefen. So kann die Fallprüfung bei Versicherungsunternehmen oder die "Diagnose Basierte Fallabrechnung" (DRG-Kodierung) in Krankenhäusern automatisieren werden.“

Die Deutsche Familienversicherung hat die Innovationskraft des Start-ups sofort erkannt und die künstliche Intelligenz von Minds-Medical bei der ICD-Kodierung in die Leistungsprozesse implementiert. Minds-Medical ist eines der ersten Unternehmen überhaupt, welches diese Technologie in der Gesundheitswirtschaft einsetzt.

Hier finden Sie den Artikel "Künstliche Intelligenz beschleunigt Bearbeitung" auf bocquel-news.de vom 18.9.2017.