Jetzt ist alles digital (FAZ)

Die Kunden der Deutschen Familienversicherung bekommen künftig alles von Maschinen. Wie geht das? An zwei Dingen mangelt es dem Frankfurter Unternehmer Stefan Knoll nicht: an Selbstbewusstsein und an der Bereitschaft, Dinge klar zu benennen. Seine Deutsche Familienversicherung hat er zusammen mit dem verstorbenen Philipp Vogel vor elf Jahren als Schreck für das Establishment gegründet, der manchen Kundenwunsch früher erkannt hat als die Konkurrenz. Anderes, wie ein Sachversicherungspaket aus fünf Grunddeckungen, mag in der Theorie gut klingen, wurde in der Praxis aber irgendwann eingestellt.


Klappern gehört zum Handwerk, bei Knoll muss es aber immer auch fundiert zugehen. „Als ich Segeln gelernt habe, habe ich auch erst einmal ein Buch darüber gelesen“, sagte Knoll, als er dieser Tage seine voll digitale Versicherung vor Publikum vorführte. „Das hat mich später nicht davon abgehalten, Regatten zu gewinnen.“ Auch die Digitalisierung hat er mit seinem Team zunächst genauer analysiert. „Digitalisierung ist die Vereinfachung von Prozessen und die Erhöhung der Kundenbequemlichkeit“, sagt er. Deshalb sei entscheidend, die Produkte einfacher zu gestalten. „Scheiße bleibt Scheiße“, erklärt das der Unternehmer in drastischen Worten.

„Das erste funktionierende Insurtech-Unternehmen Deutschlands“

Damit dürfte die Bereitschaft zu einer klaren Sprache hinreichend belegt sein. Der Beleg für das Selbstbewusstsein folgt hier: „Wir sind das erste funktionierende Insurtech-Unternehmen Deutschlands, und wenn man sich genau umsieht, können Sie auch sagen: Europas. Oder der Welt“, glaubt Knoll. Der Versicherungsprozess, den er im Foyer seines Unternehmens im Frankfurter Westend vorstellt, ist vom Kundenkontakt über die Antragstellung bis zur Policierung und der Kostenerstattung komplett digital und sehr schnell.

Hier finden Sie den vollständigen Artikel "Jetzt ist alles digital" auf faz.net vom 30.04.2018.