Deutsche Familienversicherung feiert Jubiläum

Vor zehn Jahren gründeten zwei Männer in Frankfurt eine Versicherung. Mittlerweile hat die Deutsche Familienversicherung 70 Millionen Versicherungsstand und ist seit zehn Jahren auf dem Markt. Das wurde am Freitag gefeiert.


Zwei Minischreibtische in der Welle

Der Imagefilm ist erst in der Nacht vor den Feierlichkeiten fertig geworden, erzählt Stefan Knoll, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Deutschen Familienversicherung. Und er beginne sich erst während der Veranstaltung zu entspannen, ergänzt er. Die Deutsche Familienversicherung feierte am Freitag ihr zehnjähriges Jubiläum in der Alten Oper - da wollte vieles vorbereitet werden. Knoll gründete 2006 zusammen mit seinem damaligen Geschäftspartner Philipp Vogel eine Versicherung. Und obwohl es sich dabei um eine streng reglementierte Branche handelte, noch dazu mit großer Konkurrenz, trauten sich die beiden trotzdem ihren Plan in die Tat umzusetzen.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) lobte den unternehmerischen Geist der beiden Gründer und ist ihnen dankbar, dass sie die Deutsche Familienversicherung hier umsetzten. "Die Deutsche Familienversicherung ist ein Beispiel für Unternehmungsgeist, Mut und Risikobereitschaft. Sie hat Neues bewirkt und eine ganze Branche mitgenommen", sagte Bouffier am Freitag. Er betonte auch die Bedeutsamkeit der soziale Marktwirtschaft. Gerade in Zeiten, in denen so vieles durcheinander sei und er zählt das Referendum in der Türkei, die Wahl in Frankreich, die Neuwahlen und den harten Brexit in Großbritannien und die Politik Trumps auf, sei die Verlockung groß als Staat einzugreifen.

Die Deutsche Familienversicherung fing mit zwei Minischreibtischen in der Frankfurter Welle an - mittlerweile hat sie 70 Millionen Euro Versicherungsstand. Die Gründer setzten von Anfang an auf die Kommunikationen per Telefon und Internet und erarbeiteten sich dadurch als Versicherung eine Sonderstellung auf dem Markt. Sie gründeten das erste Callcenter in der Versicherungswirtschaft. Knoll setzt auch weiterhin auf Digitalisierung und möchte die Produkte noch zugänglicher machen. Auf der Feier spricht er mit dem Audio-Gerät Alexa von Amazon und beantragt darüber eine Zahnzusatzversicherung. Im Zuge davon schwärmt er von seinem Besuch im Silicon Valley. Ganz offensichtlich hat es ihn geprägt. Sein Gründerkollege, langjähriger Geschäftspartner und Freund Philipp Vogel starb im März 2015 an Krebs. Und auch wenn die vergangenen zehn Jahre eine große Belastung für Knoll waren, scheint er voll und ganz in seinem Element zu sein. "Wir sind befähigt den Sprung ins obere Drittel der deutschen Versicherungen zu schaffen."

Der Text erschien am 24.4.2017 auf journal-frankfurt.de