Der große Kahlschlag kommt noch

Digitalisierung, wachsende Konkurrenz aus der Insurtech-Szene und hoher Kostendruck machen nicht nur der Allianz Probleme. Mittelfristig dürfte bei den Versicherern mehr als ein Drittel aller Jobs wegfallen.


Die Beratungsgesellschaft McKinsey geht davon aus, dass in den kommenden zehn Jahren in der Versicherungsindustrie rund 40 Prozent aller Arbeitsplätze wegfallen. Grund ist vor allem die Digitalisierung. So haben fast alle privaten Krankenversicherer inzwischen Apps installiert, über die die Versicherten Rezepte und Arzthonorare abrechnen können. Manche Versicherer sind in der Lage, die Hälfe aller Rechnungen „dunkel“ zu verarbeiten. Da nimmt kein Mitarbeiter mehr ein Stück Papier in die Hand.

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) ist ein Nischenversicherer aus Frankfurt am Main. Das kleine Unternehmen bietet unter anderem Zahnzusatzversicherungen und Pflegezusatzversicherungen an und kam im vergangenen Jahr auf Prämieneinnahmen von fast 70 Millionen Euro. Das besondere: Die DFV bietet als erster deutscher Versicherer seine Produkte über Amazons Sprachsteuerungsservice Alexa an. Wer sich die kleine Echo-Box der Amerikaner ins Wohnzimmer stellt, kann sich zu DFV-Produkten beraten lassen, ohne dass ein Mitarbeiter gebraucht wird.

Lesen Sie den vollständigen Artikel "Der große Kahlschlag kommt noch" der WirtschaftsWoche vom 23.6.2017.