BestSeller – Newcomer im Billigsegment

Die Deutsche Familienversicherung AG (DFV) hat sich die wachsende Gruppe finanzschwacher Personen als Zielgruppe auserkoren und will sie mit einem preiswerten Versicherungspaket ausstatten. Ihr einziges Produkt, die „Kombi Versicherung 5 plus“, ist ein Bündel aus Unfallversicherung, Hausratversicherung, Privathaftpflicht, Verkehrsrechtsschutz und Glasversicherung. Bei dieser Kombination fällt auf, dass Bestandteile, die gerade für Familien mit geringem finanziellen Polster existentiell wichtig sind – wie die Berufsunfähigkeits- oder die Risiko-Lebensversicherung – ganz fehlen. Marktchancen sehen die Lenker der neu gegründeten Versicherung im preiswerten Segment für Familien.


Eigentümer und Gründer der Deutschen Familienversicherung sind im Wesentlichen die beiden Vorstände Stefan M. Knoll und Philipp J.N. Vogel. Firmensitz ist Frankfurt am Main. In der Schadensregulierung wird mit den Rückversicherern Örag für die übrigen Sachversicherungen mit Helvetia kooperiert.

„Qualifizierten Platz sichern“, Interview mit DFV-Vorstand Stefan M. Knoll

BS: Der Markt scheint gesättigt. Wie wollen Sie mit Ihrer Neugründung Erfolg haben?

Knoll: Der Markt mag gesättigt aussehen, tatsächlich gibt es aber Millionen Haushalte, die aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse nach einem preiswerten Versicherungsschutz suchen, der auch nachvollziehbar und vor allem verständlich ist. Weil wir regelmäßig preiswerter sind als die anderen und unser Versicherungsschutz klarer und verständlicher ist, werden wir Erfolg haben.

BS: Sind Sie damit konkurrenzlos?

Knoll: Wir bieten Versicherungsschutz, der von seinen Deckungskonzepten und von seinem Preis-Leistungs-Verhältnis her eine Alternative insbesondere zu großen so genannten Marktpreisversicherern darstellt. Diese arbeiten mit einem teuren Vertreternetz und müssen hohe Provisionen zahlen. Wir sind preiswerter und stellen für das Kundensegment der Preisbewussten eine echte Konkurrenz zu etablierten Gesellschaften dar.

BS: Interessieren sich auch Makler für das DFV-Konzept?

Knoll: Wir verkaufen unser Produkt im Wesentlichen übers Fernsehen und übers Internet. Daneben interessieren sich aber auch immer mehr Makler für uns, weil unsere Versicherungsprodukte geeignet sind, teure Versicherungen abzulösen, um ihren Kunden so finanziellen Spielraum für andere Lösungen – etwa zur Altersvorsorge – zu eröffnen.BS: Welche geschäftlichen Ziele haben Sie sich mittelfristig gestellt?Knoll: Zunächst geht es darum, dass sich die Deutsche Familienversicherung einen qualifizierten Platz am Markt sichert. Die Erlaubnis zu Geschäftsaufnahme wurde uns ja erst zum 1. Januar 2007 erteilt. Nach der Markteintrittsphase und den damit verbundenen verschiedenen Aufbauaktivitäten soll das derzeitige Wachstum auf solider Basis fortgesetzt werden. (Elke Pohl / BestSeller) BestSeller – Newcomer im Billigsegment